Sonntag, 9. März 2008
Yamaha RX-V657 - 7 Kanäle und ungeschlagene Anschlussvielfalt
Disclaimer: Dieser Text dient zur Veranschaulichung von einem Hobbyisten für Hobbyisten. Er dient NICHT dazu, irgendwelche Ebay-Auktionen "aufzumotzen", keine privaten und schon garkeine gewerblichen. Die hier angegebenen Fakten und technischen Daten stammen aus meinen Erfahrungen sowie teilweise den offiziellen technischen Daten und müssen nicht vollständig und korrekt sein. Text und Bilder unterliegen, wie alles im Internet, dem Copyright des Autors. Unautorisierte Verwendung kann zivil- und strafrechtlich verfolgt werden. Auf vorherige Anfrage per Mail bin ich jedoch gerne bereit, den Text oder Auszüge zur unveränderten Nutzung mit Quellangabe (auf einer Homepage mit Link, in einer Ebay-Auktion aufgrund der Ebay-Link-Richtlinien ohne Link) freizugeben. Tut mir Leid, aber dreiste Text-Raubkopierer die sich durch Kopieren und teilweise Verändern (Weglassen unangenehmer Fakten) meiner Texte ihren Auktionsgewinn aufwerten wollten, zwingen mich dazu, diesen Text zukünftig jedem Artikel voranzustellen.

Heute widme ich mich mal einem Verstärker, nämlich meinem momentan eingesetzten Heimkino-Verstärker. Der schlichte aber wuchtige titanfarbene Bolide stammt aus dem Hause Yamaha und ist in der Lage, jeden Nachbarschaftsstreit zu schlichten: Das Argument "Wenn jetzt nicht gleicht Ruhe ist, dann gucke ich Star Wars" dürfte spätestens nach einer kurzen Demonstration der Leistung dieses Kraftprotzes sofort für Ruhe sorgen - vorausgesetzt, man hat die richtigen Boxen angeschlossen. Aber neben viel Kraft mangelt es auch nicht an Klangqualität, Verarbeitung und Ausstattung.
Optisch ist der RX-V657 eher unspektakulär. Eine leicht geschwungene Treppenstufe in der Mitte bringt wenigstens etwas Dynamik in die einfach gehaltene Front. Die braune Farbe des VFD-Displays mit alphanumerischer Dot-Matrix-Anzeige ist eher Geschmackssache. Die Knöpfe sind beim RX-V657 in Kunststuff gehalten, optisch vielleicht in Manko (weil es nicht so schön glänzt und Kunststoff schneller ausbleicht als eloxiertes Aluminium), es fasst sich aber viel schöner an als die Alu-Knöpfe des großen Bruders RX-V757 (einziger bemerkenswerter Unterschied: Ein Phono-Eingang für MM-Abtastsysteme). Das Bedienkonzept ist okay, es lassen sich im Prinzip alle Funktionen am Gerät bedienen, das aber mehr oder weniger umständlich. Mit der Fernbedienung, die auch Yamaha-Komponenten wie CD- und DVD-Player bedienen kann (direkt über deren integrierte IR-Empfänger, nicht über ein System Remote Konzept mit rückwärtig verlegten Kabeln) und natürlich auch Multibrand ist, also auch Fernseher, DVD-Player, Videorekorder und so vieles andere anderer Marken mit bedienen kann, geht dann alles locker-flockig.
Features:
An Ausstattung hat der Verstärker genug zu bieten. Ausschlaggebendes Argument für mich war damals die enorme Anschlussvielfalt: Rückseitig stehen 4 A/V-Eingägne mit Stereo-Ton, Composite und S-Video, 2 A/V-Ausgänge (bilden mit zwei der A/V-Eingänge ein "VCR" Paar, das heißt man kann einen Video-/DVD-Rekorder daran anschließen einmal zum Wiedergeben und einmal zum Aufnehmen - Der Ausgang wird, damit es keine Feedback-Schleifen gibt, in dem Moment, wo der dazugehörige Eingang gewählt wird, stummgeschaltet) mit den gleichen Daten, ein weiterer Composite/S-Video Video-Ausgang für Fernseher, zwei YUV-Videoeingänge, ein YUV-Videoausgang, einen Tapedeck-/Minidisc-/DAT-Anschluss (Audio Ein- und Ausgang, wobei der Ausgang beim Wählen des Einganges stummgeschaltet wird - also wie bei VCR, nur ohne Videoleitung) und einen reinen Audio-Eingang für CDs. Dazu noch einen 7-Kanal Audio-Eingang (wichtig z.B. für Soundkarten die kein Dolby Digital Live haben sondern diskrete 7.1 Kanäle mit 4 Stereo-Cinchleitungen rausgeben), satte 2 coaxiale und 3 optische Digitaleingänge und für digitale Audiorekorder (CD-R, DAT, MD) sogar einen optischen Digitalausgang. Wer den Mehrkanal-Ton analog ausgegeben haben will, der greift auf den 7.1 Ausgang zurück, wobei nur ein Subwoofer-Ausgang zur Verfügung steht, der in der Regel schon von einem Sub genutzt wird. FM- und AM-Buchse versorgen den Tuner mit ihren Antennen, ein Remote-Anschluss erlaubt das Fernbedienen per verkabelter System Remote (bei Yamaha eher unüblich), z.B. für Geräte im Zone-2 Betrieb die in einem anderen Raum stehen. Außerdem stehen zwei geschaltete Stromanschlüsse zur Verfügung, ich nutze nur einen davon (diesen für den Subwoofer, den ich mit dem Verstärker zusammen schlafen lege). An Lautsprechern können 2 Front-Paare (A/B) sowie 5 Surround-Lautsprecher (Center, Surround-Back Links und Rechts für 5.1 sowie einen Surround-Rear für 6.1 oder gleich zwei Surround-Rear für 7.1) sowie ein Paar Zone-2/Presence angeschlossen werden, wobei bei Zone 2 oder Presence Betrieb die Endstufen der zwei Zusatzkanäle von 7.1 genutzt werden, heißt es ist nur 5.1 möglich. Zusätzlich finden sich an der Front noch ein weiterer A/V-Eingang mit Stereo-Cinch analog, optischem Digitaleingang und Composite und S-Video, dazu ein Kopfhöreranschluss der die Boxen sofort beim Einstecken der Kopfhörer stumm schaltet und einen Anschluss für das Mess-Mikrofon, zu dem ich später noch komme. Die Eingänge lassen sich recht frei zuordnen, das heißt man kann die YUV- und Digital-Eingänge fast beliebig auf jegliche Eingangs-namen zuordnen. Außerdem kann man den Eingängen Namen geben. Die kleinen Bezeichnungen oben im Display bleiben erhalten, beim Umschalten des Eingangs wird kurz der eingegebene eigene Name angezeigt. So habe ich V-Aux, da ich mit diesem Begriff nichts anfangen konnte, zu Front-AV umbenannt, DTV/CBL hat nun den Display-Namen LD (Laserdisc passte bis auf einen Buchstaben nicht) und MD/CD-R heißt jetzt Tape. Der Fantasie sind, bis auf die Buchstabenbegrenzung, keine Grenzen gesetzt.
Die Umschaltung zwischen 4 und 6/8 Ohm für die Lautsprecher-Impedanz erfolgt leider nicht mehr wie bei älteren Yamahas (z.B. der Vorgänger RX-V655) über einen Schalter, sondern über einen versteckten Menüpunkt, den man vor dem Anschließen der Lautsprecher einstellen muss. Eine Verschlimmbesserung im Vergleich zu damals.
Presence ist ein Klangprogramm von Yamaha das den Frontbereich noch etwas "aufdröselt" und mit zwei zusätzlichen Lautsprechern etwas räumlicher macht. Zone 2 ist eine zweite Klangzone, die nur in Stereo ist und entweder genutzt werden kann, um einen zweiten Raum zu beschallen, oder aber um mit zwei großen Stereo-Standboxen eine für Musik besser geeignete Alternative zum Surround-Boxenset anzusteuern.
YPAO - hinter dieser seltsamen Buchstabenkombination verbirgt sich keine Coverversion eines Hits der Village People, sondern eine Einmessung des Verstärkers. Statt mühsam die Strecken von Lautsprecher zu Hörplatz abzumessen, die Lautstärke pro Lautsprecher nach Gehör einzupegeln und sonst alles noch von Hand zu optimieren, stellt man einfach ein Mess-Mikrofon auf seinen bevorzugten Hörplatz (nach Möglichkeit mit einem Stativ auf Kopfhöhe bringen - hierzu hat das Mikrofon an seiner Unterseite ein Fotostativ-Standardgewinde) und startet ein Einmessprogramm das mit diversen Rausch- und Sweep-Signalen Signallaufzeiten, Lautstärke, Frequenzgang der Boxen und alles mögliche sonst noch misst. Ergebnis: Ziemlich krasse aufstellungsbedingte Lautstärkeunterschiede reduzieren sich gegen Null, die Abstände von Box zu Hörplatz werden sehr genau gemessen (so gibt es keine Verstärkungen oder Abschwächungen durch Frequenzüberlagerungen) und selbst wenn vorne und hinten unterschiedliche Lautsprecher stehen klingen sie durch die Frequenzgangentzerrung des parametrischen Equalizers plötzlich nahezu gleich (exakt gleich ist nicht möglich, dazu sind verschiedene Boxen zu unterschiedlich). Den PEQ (Parametric Equalizer) oder GEQ (Graphic Equalizer) kann man auch einzeln abschalten ohne sich die sonstigen Einmess-Ergebnisse kaputt zu machen wenn man einen linearen Frequenzgang des Verstärkers bevorzugt. Bässe und Höhen kann man zudem noch separat über Tone Control für alle Kanäle einstellen.
Ein Klangprozessor bietet neben dem Straight-Modus (1:1 purer Klang ohne Prozessor) und dem Pure Cinema (hier wird Voodoo-mäßig noch weiter rumoptimiert indem Display und leider auch Videoteil - hierzu darf der Verstärker also nicht auch als Video-Quellschalter dienen - abgeschaltet werden - Straight reicht aber und lässt Display und Videoteil natürlich an) auch Modi wie Stereo (Surround auf Stereo herunterrechnen), 7-Kanal Stereo (aus allen linken Boxen ertönt das gleiche, aus allen rechten auch - ein Modus für Pseudo-Surround-Genuss bei Filmen in Mono oder Stereo), einen Analog-Surround-Decoder für Dolby Prologic, Prologic II und IIx und DTS Neo:6 und Klangprogramme die den Klang etwas "optimieren" sollen, wobei mir diese Veränderungen nicht gefallen.
Als Digitalformate kann man PCM mit 44.1 und 48KHz, PCM96 (also mit 96KHz), Dolby Digital (AC3) mit 2.0 über 5.1 bis 6.1 und 7.1 und DTS bis hin zu DTS96/24 zuspielen. Spuckt der DVD-Player allerdings MPEG-Ton aus (wie z.B. der Yamaha DVD-S540 wenn man eine DVD mit MPEG-Audio einlegt - das sind z.B. viele DVDs von Anime Virtual, auch wenn Dolby Digital auf der Hülle steht), bleibt der Verstärker leise. MPEG kann nicht decodiert werden. Hier bleiben drei Möglichkeiten: 1. Man kauft einen neuen DVD-Player der es erlaubt, für jedes Format einzeln zu entscheiden, ob man es zu PCM konvertieren oder als Bitstream belassen will (z.B. Pioneer, Panasonic) bzw. ob man nur MPEG nach PCM konvertieren will (z.B. Yamaha DVD-S661), 2. man stellt den DVD-Player temporär auf "Alles nach PCM konvertieren" (muss man danach wieder zurückstellen, da ansonsten auch Dolby Digital und DTS Mehrkanal auf Stereo-PCM konvertiert würde) oder 3. man legt zusätzlich ein Analog-Kabel und schaltet den Verstärker auf Analog um (geht mit einem Knopfdruck, und bei korrekter Einstellung schaltet sich der Verstärker beim nächsten Einschalten sogar wieder automatisch auf Digitaleingang zurück).
Die Lautstärke wied in dB Anhebung oder Abschwächung angezeigt. Daher gilt meist: Wenn da eine größere Zahl steht ist es leiser, denn meist steht vor der Zahl ein Minus-Zeichen, also Abschwächung. Das untere Ende der Skala ist -80dB, danach wird auf Mute geschaltet - -80 ist allerdings auch schon so gut wie Mute, also stummgeschaltet. Das obere Ende ist +10dB Anhebung, in einem damit beschallten Raum kann man sich allerdings nicht lange aufhalten ohne gesundheitliche Schäden zu nehmen. Auch 0dB (also 1:1 das was reinkommt ohne Abschwächung oder Verstärkung auf die Endstufe) ist schon brachial laut und dauerhaft nicht zu ertragen. Zimmerlautstärke liegt je nach Lautsprechern zwischen -50 und -40dB, bei meinen AKG-Kopfhörern stellt sich der subjektive Eindruck von Zimmerlautstärke bei -30dB bis -25DB ein. -20dB auf Lautsprechern ist schon ein klanggewaltiges Heimkino-Erlebnis bei dem die Subbässe im THX-Trailer oder Explosionen im Film nicht nur hörbaren sondern auch spürbaren Schalldruck erzeugen. Die Skala ist nicht linear (für Experten: sie ist logarithmisch), +10dB heißt eine Verdoppelung der Amplitude und somit in Etwa auch der Lautstärke.
Die Videoquellen können hochkonvertiert werden. Das heißt wer einen Fernseher mit YUV-Komponenteneingang hat kann auch die YUV-Verbindung zum Verstärker wählen und trotzdem den DVD-Player per YUV, den S-VHS Rekorder per S-Video und den LD-Player per Composite anschließen - Composite wird auf S-Video und YUV, S-Video auch auf YUV hochgerechnet. Umgekehrt klappt das aber nicht: YUV wird nicht auf S-Video reduziert, S-Video auch nicht auf Composite. Die Video Upconversion kann man auf Wunsch auch deaktivieren, dann muss man aber auch für jede Video-Eingangsnorm die man wählt auch ein Ausgangs-Kabel zum Fernseher ziehen.
Der Radio-Tuner hat 40 Speicherplätze, allerdings sind die umständlich in 5 Ebenen á 8 Speicherplätze angeordnet. Der Radioempfang selbst ist stark und bekommt selbst schwache Sender noch gut rein.
Manko: Die Einstellungen bleiben nur bei eingestecktem Verstärker erhalten. Eine Woche kann er mit Hilfe eines hochkapazitiven Kondensators auch ohne Strom überbrücken. Danach vergisst er die Einstellungen laut Handbuch. Ausprobiert habe ich das noch nicht. Der Standby-Verbrauch sollte aber mit <0.1W selbst dem militantesten Öko-Freak und Stromkosten-Fanatiker klein genug sein, dass man hier doch mal Standby zulassen kann. Immerhin werden die am Verstärker angebrachten Strom-Buchsen im Standby stromfrei geschaltet, sodass man Aktiv-Subwoofer und DVD-Player über den Verstärker komplett schlafen schicken kann.
Bild- und Tonqualität:
Dieses mal nur wenige Worte zur Bildqualität, da diese in dem Verstärker nur "auf Durchreise" ist. Beim Umschalter ergeben sich keine sicht- und messbaren Verluste und auch die Konvertierung zwischen Composite, S-Video und YUV liefert sehr gute Ergebnisse.
Die Tonqualität ist hier das entscheidende und die ist hervorragend. Einige Hifi-Freaks sagen immer, Yamaha hätte kein Bass-Fundament bei den modernen AV-Verstärkern? Ja wie viel Bass wollen die denn noch? Egal ob im Stereo-Betrieb an großen Standboxen oder Sub-/Sat-Systemen wie meinem JBL Control 1 Pro/Control SB1 oder im Surround-Betrieb mit Aktiv-Sub, es rummst kräftig und selbst tiefste Bässe bringen den Raum zum vibrieren - und das ohne, dass es irgendwie aufdringlich oder dröhnend klingt oder der Bass dominant hervortritt und die Höhen übertönt.
Höhen und Details werden sauber und fein wiedergegeben, kein Klirren, keine Verzerrungen.
Verzerrungen treten auch bei hohen Lautstärken nicht auf, mir gelang es jedenfalls nicht, die Lautstärke so hoch zu fahren, dass Clipping oder Frequenzgangverzerrungen wie abgeschwächter Bass auftreten, viel mehr hat es vorher schon angefangen vor übermäßiger Lautstärke weh zu tun.
Technische Daten Yamaha RX-V657:
- Gerätetyp: A/V Receiver mit 7.1 Vollverstärker, Audioprozessor und Videoprozessor
- Video-Anschlüsse: 5x Composite/S-Video In, gekoppelt an zugehörige Stereo-Analog-Audioeingänge, davon 1x am Front-AV, 2x Composite/S-Video Out gekoppelt an zugehörige Stereo-Analog-Audio-Ausgänge, 1x Composite/S-Video Out für Monitor/Fernseher, 2x YUV-In, den entsprechenden Audio-Eingängen frei zuzuordnen, 1x YUV-Out für Monitor/Fernseher
- Analoge Audio-Anschlüsse: 7x Stereo-Analog-Audioeingänge, 3x Stereo-Analog-Audioausgänge (bzw. 4x inklusive des unverstärkten Zone-2 Ausgangs), 1x 7.1 Analog-Eingang, 1x 7.1 Analog-Ausgang (davon wird der Subwoofer-Ausgang vom Sub belegt wenn man einen Aktiv-Sub nutzt)
- Digitale Audio-Anschlüsse: 2x Coaxial SP/DIF In, 3x Optisch SP/DIF In, 1x Optisch SP/DIF Out, den jeweiligen Analog-Anschlüssen frei zuteilbar
- Verstärker-Ausgänge: Stereo Front mit A/B (teilen sich eine Endstufe), Front Center, Surround-Lautsprecher Stereo sowie Surround-Back (6.1 wenn nur ein Anschluss belegt und 7.1 wenn beide belegt - Dieser Ausgang wird bei Zone-2 Betrieb oder Presence deaktiviert), jeweils ausgeführt als Schraubanschlüsse, Zone2/Presence-Anschluss Stereo (deaktiviert bei 7.1 Betrieb) ausgeführt als Klemmanschluss
- Audio-Eingangsformate: Analog und Digital Stereo mit Möglichkeit zur Decodierung von darin enthaltenen Dolby Prologic, Prologic II, Prologic IIx und DTS Neo:6 Informationen, Dolby Digital, DTS, DTS96/24, PCM, PCM96
- Videostandards: PAL, NTSC, über YUV auch PAL-Progressive und NTSC-Progressive sowie HDTV
- Digitale Bildaufbereitung: Comb-Filter für die Video-Upconversion (Composite nach S-Video und YUV), Video-Upconversion (Composite -> S-Video und YUV, S-Video -> YUV)
- Tonaufbereitung: CinemaDSP Klangprogramme (Effektprogramme und 7ch-Stereo), Surround-Decoder (Prologic, Prologic II, IIx, DTS Neo:6), parametrischer oder grafischer Equalizer zur Anpassung der Boxen-Klangcharakteristik, automatisch eingemessene Lautstärke- und Signallaufzeit-Korrektur pro Lautsprecher, manuelle Bass/Treble-Korrektur
- Besonderheiten: Automatische Einmessung der Boxenparameter per Messmikrofon
- Ausgangsleistung: 135W pro Kanal bei 8 Ohm (EIAJ), Dyanmikleistung (IHF) 130W bei 8 Ohm, 195W bei 4 Ohm, LFE wird unverstärkt per Cinch an einen Aktiv-Subwoofer angeschlossen.
- Hergestellt in: Malaysia (gemäß Geräteaufschrift "Made in Malaysia")
Die von den Videorekorder-Vorstellungen bekannten "Eignung für" erspare ich mir an dieser Stelle. Jeder muss selbst entscheiden, ob der Verstärker zu einem passt oder nicht, am besten wäre es, probezuhören (A/B Vergleich zu einem anderen Verstärker). Denen, die aber gerne blind nach Empfehlung kaufen sei aber gesagt: Den kann man blind nach Empfehlung kaufen. Und die Hifi-Freaks machen aus der Wahl eher eine Wissenschaft mit oftmals nicht nachvollziehbaren Argumenten.
Bei Ebay habe ich eine beendete Auktion gefunden, in der der Verstärker, für den ich (zu Produktlebenszeiten) neu etwa 350 Euro (bei UVP von knapp 600) bezahlt habe für 250 Euro weg ging. Hierfür bekommt man Technik die auch heute noch aktuell und auf der Höhe der Zeit ist, außer man sucht einen Verstärker mit MPEG-Decoder oder HDMI-Video. Wer auf solche, derzeit noch unrelevanten Kleinigkeiten verzichten kann, kann bedenkenlos bei einem Gebrauchtgerät dieses Typs zuschlagen und bekommt hier für wenig Geld einen Top-Verstärker der alle neuen Geräte, die neu so viel kosten wie dieser gebraucht, klanglich und ausstattungstechnisch in ihre Schranken verweist. Abnutzung dürfte es bei dem Gerät noch keine geben, alle Teile sind so brutal überdimensioniert, dass es wohl niemand schaffen sollte, den Verstärker zu überfahren und dadurch zu beschädigen.

Heute widme ich mich mal einem Verstärker, nämlich meinem momentan eingesetzten Heimkino-Verstärker. Der schlichte aber wuchtige titanfarbene Bolide stammt aus dem Hause Yamaha und ist in der Lage, jeden Nachbarschaftsstreit zu schlichten: Das Argument "Wenn jetzt nicht gleicht Ruhe ist, dann gucke ich Star Wars" dürfte spätestens nach einer kurzen Demonstration der Leistung dieses Kraftprotzes sofort für Ruhe sorgen - vorausgesetzt, man hat die richtigen Boxen angeschlossen. Aber neben viel Kraft mangelt es auch nicht an Klangqualität, Verarbeitung und Ausstattung.
Optisch ist der RX-V657 eher unspektakulär. Eine leicht geschwungene Treppenstufe in der Mitte bringt wenigstens etwas Dynamik in die einfach gehaltene Front. Die braune Farbe des VFD-Displays mit alphanumerischer Dot-Matrix-Anzeige ist eher Geschmackssache. Die Knöpfe sind beim RX-V657 in Kunststuff gehalten, optisch vielleicht in Manko (weil es nicht so schön glänzt und Kunststoff schneller ausbleicht als eloxiertes Aluminium), es fasst sich aber viel schöner an als die Alu-Knöpfe des großen Bruders RX-V757 (einziger bemerkenswerter Unterschied: Ein Phono-Eingang für MM-Abtastsysteme). Das Bedienkonzept ist okay, es lassen sich im Prinzip alle Funktionen am Gerät bedienen, das aber mehr oder weniger umständlich. Mit der Fernbedienung, die auch Yamaha-Komponenten wie CD- und DVD-Player bedienen kann (direkt über deren integrierte IR-Empfänger, nicht über ein System Remote Konzept mit rückwärtig verlegten Kabeln) und natürlich auch Multibrand ist, also auch Fernseher, DVD-Player, Videorekorder und so vieles andere anderer Marken mit bedienen kann, geht dann alles locker-flockig.
Features:
An Ausstattung hat der Verstärker genug zu bieten. Ausschlaggebendes Argument für mich war damals die enorme Anschlussvielfalt: Rückseitig stehen 4 A/V-Eingägne mit Stereo-Ton, Composite und S-Video, 2 A/V-Ausgänge (bilden mit zwei der A/V-Eingänge ein "VCR" Paar, das heißt man kann einen Video-/DVD-Rekorder daran anschließen einmal zum Wiedergeben und einmal zum Aufnehmen - Der Ausgang wird, damit es keine Feedback-Schleifen gibt, in dem Moment, wo der dazugehörige Eingang gewählt wird, stummgeschaltet) mit den gleichen Daten, ein weiterer Composite/S-Video Video-Ausgang für Fernseher, zwei YUV-Videoeingänge, ein YUV-Videoausgang, einen Tapedeck-/Minidisc-/DAT-Anschluss (Audio Ein- und Ausgang, wobei der Ausgang beim Wählen des Einganges stummgeschaltet wird - also wie bei VCR, nur ohne Videoleitung) und einen reinen Audio-Eingang für CDs. Dazu noch einen 7-Kanal Audio-Eingang (wichtig z.B. für Soundkarten die kein Dolby Digital Live haben sondern diskrete 7.1 Kanäle mit 4 Stereo-Cinchleitungen rausgeben), satte 2 coaxiale und 3 optische Digitaleingänge und für digitale Audiorekorder (CD-R, DAT, MD) sogar einen optischen Digitalausgang. Wer den Mehrkanal-Ton analog ausgegeben haben will, der greift auf den 7.1 Ausgang zurück, wobei nur ein Subwoofer-Ausgang zur Verfügung steht, der in der Regel schon von einem Sub genutzt wird. FM- und AM-Buchse versorgen den Tuner mit ihren Antennen, ein Remote-Anschluss erlaubt das Fernbedienen per verkabelter System Remote (bei Yamaha eher unüblich), z.B. für Geräte im Zone-2 Betrieb die in einem anderen Raum stehen. Außerdem stehen zwei geschaltete Stromanschlüsse zur Verfügung, ich nutze nur einen davon (diesen für den Subwoofer, den ich mit dem Verstärker zusammen schlafen lege). An Lautsprechern können 2 Front-Paare (A/B) sowie 5 Surround-Lautsprecher (Center, Surround-Back Links und Rechts für 5.1 sowie einen Surround-Rear für 6.1 oder gleich zwei Surround-Rear für 7.1) sowie ein Paar Zone-2/Presence angeschlossen werden, wobei bei Zone 2 oder Presence Betrieb die Endstufen der zwei Zusatzkanäle von 7.1 genutzt werden, heißt es ist nur 5.1 möglich. Zusätzlich finden sich an der Front noch ein weiterer A/V-Eingang mit Stereo-Cinch analog, optischem Digitaleingang und Composite und S-Video, dazu ein Kopfhöreranschluss der die Boxen sofort beim Einstecken der Kopfhörer stumm schaltet und einen Anschluss für das Mess-Mikrofon, zu dem ich später noch komme. Die Eingänge lassen sich recht frei zuordnen, das heißt man kann die YUV- und Digital-Eingänge fast beliebig auf jegliche Eingangs-namen zuordnen. Außerdem kann man den Eingängen Namen geben. Die kleinen Bezeichnungen oben im Display bleiben erhalten, beim Umschalten des Eingangs wird kurz der eingegebene eigene Name angezeigt. So habe ich V-Aux, da ich mit diesem Begriff nichts anfangen konnte, zu Front-AV umbenannt, DTV/CBL hat nun den Display-Namen LD (Laserdisc passte bis auf einen Buchstaben nicht) und MD/CD-R heißt jetzt Tape. Der Fantasie sind, bis auf die Buchstabenbegrenzung, keine Grenzen gesetzt.
Die Umschaltung zwischen 4 und 6/8 Ohm für die Lautsprecher-Impedanz erfolgt leider nicht mehr wie bei älteren Yamahas (z.B. der Vorgänger RX-V655) über einen Schalter, sondern über einen versteckten Menüpunkt, den man vor dem Anschließen der Lautsprecher einstellen muss. Eine Verschlimmbesserung im Vergleich zu damals.
Presence ist ein Klangprogramm von Yamaha das den Frontbereich noch etwas "aufdröselt" und mit zwei zusätzlichen Lautsprechern etwas räumlicher macht. Zone 2 ist eine zweite Klangzone, die nur in Stereo ist und entweder genutzt werden kann, um einen zweiten Raum zu beschallen, oder aber um mit zwei großen Stereo-Standboxen eine für Musik besser geeignete Alternative zum Surround-Boxenset anzusteuern.
Ein Klangprozessor bietet neben dem Straight-Modus (1:1 purer Klang ohne Prozessor) und dem Pure Cinema (hier wird Voodoo-mäßig noch weiter rumoptimiert indem Display und leider auch Videoteil - hierzu darf der Verstärker also nicht auch als Video-Quellschalter dienen - abgeschaltet werden - Straight reicht aber und lässt Display und Videoteil natürlich an) auch Modi wie Stereo (Surround auf Stereo herunterrechnen), 7-Kanal Stereo (aus allen linken Boxen ertönt das gleiche, aus allen rechten auch - ein Modus für Pseudo-Surround-Genuss bei Filmen in Mono oder Stereo), einen Analog-Surround-Decoder für Dolby Prologic, Prologic II und IIx und DTS Neo:6 und Klangprogramme die den Klang etwas "optimieren" sollen, wobei mir diese Veränderungen nicht gefallen.
Als Digitalformate kann man PCM mit 44.1 und 48KHz, PCM96 (also mit 96KHz), Dolby Digital (AC3) mit 2.0 über 5.1 bis 6.1 und 7.1 und DTS bis hin zu DTS96/24 zuspielen. Spuckt der DVD-Player allerdings MPEG-Ton aus (wie z.B. der Yamaha DVD-S540 wenn man eine DVD mit MPEG-Audio einlegt - das sind z.B. viele DVDs von Anime Virtual, auch wenn Dolby Digital auf der Hülle steht), bleibt der Verstärker leise. MPEG kann nicht decodiert werden. Hier bleiben drei Möglichkeiten: 1. Man kauft einen neuen DVD-Player der es erlaubt, für jedes Format einzeln zu entscheiden, ob man es zu PCM konvertieren oder als Bitstream belassen will (z.B. Pioneer, Panasonic) bzw. ob man nur MPEG nach PCM konvertieren will (z.B. Yamaha DVD-S661), 2. man stellt den DVD-Player temporär auf "Alles nach PCM konvertieren" (muss man danach wieder zurückstellen, da ansonsten auch Dolby Digital und DTS Mehrkanal auf Stereo-PCM konvertiert würde) oder 3. man legt zusätzlich ein Analog-Kabel und schaltet den Verstärker auf Analog um (geht mit einem Knopfdruck, und bei korrekter Einstellung schaltet sich der Verstärker beim nächsten Einschalten sogar wieder automatisch auf Digitaleingang zurück).
Die Lautstärke wied in dB Anhebung oder Abschwächung angezeigt. Daher gilt meist: Wenn da eine größere Zahl steht ist es leiser, denn meist steht vor der Zahl ein Minus-Zeichen, also Abschwächung. Das untere Ende der Skala ist -80dB, danach wird auf Mute geschaltet - -80 ist allerdings auch schon so gut wie Mute, also stummgeschaltet. Das obere Ende ist +10dB Anhebung, in einem damit beschallten Raum kann man sich allerdings nicht lange aufhalten ohne gesundheitliche Schäden zu nehmen. Auch 0dB (also 1:1 das was reinkommt ohne Abschwächung oder Verstärkung auf die Endstufe) ist schon brachial laut und dauerhaft nicht zu ertragen. Zimmerlautstärke liegt je nach Lautsprechern zwischen -50 und -40dB, bei meinen AKG-Kopfhörern stellt sich der subjektive Eindruck von Zimmerlautstärke bei -30dB bis -25DB ein. -20dB auf Lautsprechern ist schon ein klanggewaltiges Heimkino-Erlebnis bei dem die Subbässe im THX-Trailer oder Explosionen im Film nicht nur hörbaren sondern auch spürbaren Schalldruck erzeugen. Die Skala ist nicht linear (für Experten: sie ist logarithmisch), +10dB heißt eine Verdoppelung der Amplitude und somit in Etwa auch der Lautstärke.
Die Videoquellen können hochkonvertiert werden. Das heißt wer einen Fernseher mit YUV-Komponenteneingang hat kann auch die YUV-Verbindung zum Verstärker wählen und trotzdem den DVD-Player per YUV, den S-VHS Rekorder per S-Video und den LD-Player per Composite anschließen - Composite wird auf S-Video und YUV, S-Video auch auf YUV hochgerechnet. Umgekehrt klappt das aber nicht: YUV wird nicht auf S-Video reduziert, S-Video auch nicht auf Composite. Die Video Upconversion kann man auf Wunsch auch deaktivieren, dann muss man aber auch für jede Video-Eingangsnorm die man wählt auch ein Ausgangs-Kabel zum Fernseher ziehen.
Der Radio-Tuner hat 40 Speicherplätze, allerdings sind die umständlich in 5 Ebenen á 8 Speicherplätze angeordnet. Der Radioempfang selbst ist stark und bekommt selbst schwache Sender noch gut rein.
Manko: Die Einstellungen bleiben nur bei eingestecktem Verstärker erhalten. Eine Woche kann er mit Hilfe eines hochkapazitiven Kondensators auch ohne Strom überbrücken. Danach vergisst er die Einstellungen laut Handbuch. Ausprobiert habe ich das noch nicht. Der Standby-Verbrauch sollte aber mit <0.1W selbst dem militantesten Öko-Freak und Stromkosten-Fanatiker klein genug sein, dass man hier doch mal Standby zulassen kann. Immerhin werden die am Verstärker angebrachten Strom-Buchsen im Standby stromfrei geschaltet, sodass man Aktiv-Subwoofer und DVD-Player über den Verstärker komplett schlafen schicken kann.
Bild- und Tonqualität:
Dieses mal nur wenige Worte zur Bildqualität, da diese in dem Verstärker nur "auf Durchreise" ist. Beim Umschalter ergeben sich keine sicht- und messbaren Verluste und auch die Konvertierung zwischen Composite, S-Video und YUV liefert sehr gute Ergebnisse.
Die Tonqualität ist hier das entscheidende und die ist hervorragend. Einige Hifi-Freaks sagen immer, Yamaha hätte kein Bass-Fundament bei den modernen AV-Verstärkern? Ja wie viel Bass wollen die denn noch? Egal ob im Stereo-Betrieb an großen Standboxen oder Sub-/Sat-Systemen wie meinem JBL Control 1 Pro/Control SB1 oder im Surround-Betrieb mit Aktiv-Sub, es rummst kräftig und selbst tiefste Bässe bringen den Raum zum vibrieren - und das ohne, dass es irgendwie aufdringlich oder dröhnend klingt oder der Bass dominant hervortritt und die Höhen übertönt.
Höhen und Details werden sauber und fein wiedergegeben, kein Klirren, keine Verzerrungen.
Verzerrungen treten auch bei hohen Lautstärken nicht auf, mir gelang es jedenfalls nicht, die Lautstärke so hoch zu fahren, dass Clipping oder Frequenzgangverzerrungen wie abgeschwächter Bass auftreten, viel mehr hat es vorher schon angefangen vor übermäßiger Lautstärke weh zu tun.
Technische Daten Yamaha RX-V657:
- Gerätetyp: A/V Receiver mit 7.1 Vollverstärker, Audioprozessor und Videoprozessor
- Video-Anschlüsse: 5x Composite/S-Video In, gekoppelt an zugehörige Stereo-Analog-Audioeingänge, davon 1x am Front-AV, 2x Composite/S-Video Out gekoppelt an zugehörige Stereo-Analog-Audio-Ausgänge, 1x Composite/S-Video Out für Monitor/Fernseher, 2x YUV-In, den entsprechenden Audio-Eingängen frei zuzuordnen, 1x YUV-Out für Monitor/Fernseher
- Analoge Audio-Anschlüsse: 7x Stereo-Analog-Audioeingänge, 3x Stereo-Analog-Audioausgänge (bzw. 4x inklusive des unverstärkten Zone-2 Ausgangs), 1x 7.1 Analog-Eingang, 1x 7.1 Analog-Ausgang (davon wird der Subwoofer-Ausgang vom Sub belegt wenn man einen Aktiv-Sub nutzt)
- Digitale Audio-Anschlüsse: 2x Coaxial SP/DIF In, 3x Optisch SP/DIF In, 1x Optisch SP/DIF Out, den jeweiligen Analog-Anschlüssen frei zuteilbar
- Verstärker-Ausgänge: Stereo Front mit A/B (teilen sich eine Endstufe), Front Center, Surround-Lautsprecher Stereo sowie Surround-Back (6.1 wenn nur ein Anschluss belegt und 7.1 wenn beide belegt - Dieser Ausgang wird bei Zone-2 Betrieb oder Presence deaktiviert), jeweils ausgeführt als Schraubanschlüsse, Zone2/Presence-Anschluss Stereo (deaktiviert bei 7.1 Betrieb) ausgeführt als Klemmanschluss
- Audio-Eingangsformate: Analog und Digital Stereo mit Möglichkeit zur Decodierung von darin enthaltenen Dolby Prologic, Prologic II, Prologic IIx und DTS Neo:6 Informationen, Dolby Digital, DTS, DTS96/24, PCM, PCM96
- Videostandards: PAL, NTSC, über YUV auch PAL-Progressive und NTSC-Progressive sowie HDTV
- Digitale Bildaufbereitung: Comb-Filter für die Video-Upconversion (Composite nach S-Video und YUV), Video-Upconversion (Composite -> S-Video und YUV, S-Video -> YUV)
- Tonaufbereitung: CinemaDSP Klangprogramme (Effektprogramme und 7ch-Stereo), Surround-Decoder (Prologic, Prologic II, IIx, DTS Neo:6), parametrischer oder grafischer Equalizer zur Anpassung der Boxen-Klangcharakteristik, automatisch eingemessene Lautstärke- und Signallaufzeit-Korrektur pro Lautsprecher, manuelle Bass/Treble-Korrektur
- Besonderheiten: Automatische Einmessung der Boxenparameter per Messmikrofon
- Ausgangsleistung: 135W pro Kanal bei 8 Ohm (EIAJ), Dyanmikleistung (IHF) 130W bei 8 Ohm, 195W bei 4 Ohm, LFE wird unverstärkt per Cinch an einen Aktiv-Subwoofer angeschlossen.
- Hergestellt in: Malaysia (gemäß Geräteaufschrift "Made in Malaysia")
Die von den Videorekorder-Vorstellungen bekannten "Eignung für" erspare ich mir an dieser Stelle. Jeder muss selbst entscheiden, ob der Verstärker zu einem passt oder nicht, am besten wäre es, probezuhören (A/B Vergleich zu einem anderen Verstärker). Denen, die aber gerne blind nach Empfehlung kaufen sei aber gesagt: Den kann man blind nach Empfehlung kaufen. Und die Hifi-Freaks machen aus der Wahl eher eine Wissenschaft mit oftmals nicht nachvollziehbaren Argumenten.
Bei Ebay habe ich eine beendete Auktion gefunden, in der der Verstärker, für den ich (zu Produktlebenszeiten) neu etwa 350 Euro (bei UVP von knapp 600) bezahlt habe für 250 Euro weg ging. Hierfür bekommt man Technik die auch heute noch aktuell und auf der Höhe der Zeit ist, außer man sucht einen Verstärker mit MPEG-Decoder oder HDMI-Video. Wer auf solche, derzeit noch unrelevanten Kleinigkeiten verzichten kann, kann bedenkenlos bei einem Gebrauchtgerät dieses Typs zuschlagen und bekommt hier für wenig Geld einen Top-Verstärker der alle neuen Geräte, die neu so viel kosten wie dieser gebraucht, klanglich und ausstattungstechnisch in ihre Schranken verweist. Abnutzung dürfte es bei dem Gerät noch keine geben, alle Teile sind so brutal überdimensioniert, dass es wohl niemand schaffen sollte, den Verstärker zu überfahren und dadurch zu beschädigen.
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